Es gibt Tage, an denen sich fast die gesamte Aufmerksamkeit der Weltbevölkerung auf ein spezielles Thema richtet oder die zumindest genau das zum Ziel haben: Welttage, wie der Internationale Friedenstag, der Internationale Tag der Demokratie oder auch der Internationale Tag der Wohltätigkeit sind nur wenige Beispiele. Am 12. August diesen Jahres fand der Internationale Tag der Jugend statt. So haben die Vereinten Nationen im Sinne der Förderung der Jugend im Jahr 1999 diesen Tag, der erstmals im Jahr 2000 stattfand, zum Internationalen Jugendtag erklärt. Aber nicht nur den Jungen wurde ein ganz spezieller Welttag gewidmet. Wie der Name schon verrät, gehört der 1. Oktober nämlich den Älteren: Der Internationale Tag der älteren Menschen (engl.: International Day of Older Persons).

Fakten zum Internationalen Tag der älteren Menschen

Der Internationale Tag der älteren Menschen wurde 1990 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen und seitdem jeden 1. Oktober zelebriert. Ziel dieser Veranstaltung ist, die Leistungen der älteren Menschen und den Gewinn, den sie für das gesellschaftliche Zusammenleben beisteuern, zu würdigen. Aber auch auf Probleme, wie beispielsweise den Demographischen Wandel soll am 1. Oktober verstärkt aufmerksam gemacht werden: Denn wie den meisten von uns bekannt ist, steigt der Anteil der über 60-Jährigen auf der ganzen Welt rapide an, Schätzungen zufolge bis zu 21 Prozent in den nächsten 35 Jahren. Diese Entwicklung birgt zwar Chancen aber auch Risiken. Die Politik und die Gesellschaft sind gefragt, sich künftig den Herausforderungen einer alternden Gesellschaft sowie der Situation älterer Menschen auch in Entwicklungsländern zu stellen. Auch den damit einhergehenden Gefahren, wie beispielsweise einer vermehrten Altersdiskriminierung, soll entgegengewirkt werden.

Ausarbeitung einer UN-Konvention zum Schutz der Rechte älterer Menschen

Anlässlich des Internationalen Tages der älteren Menschen tut sich aber auch in anderen Bereichen viel: So fordert die BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen) laut ihrer Pressemitteilung vom 29.09.2016 eine Prüfung der Ausarbeitung einer UN-Konvention zum Schutz der Rechte älterer Menschen. Diesbezüglich heißt es auf der Internetseite der BAGSO: „Gerade für Schwellen- und Entwicklungsländer könne ein solches spezifisches Menschenrechtsinstrument eine wichtige Grundlage zur Festschreibung von Grundrechten auf nationaler Ebene sein. Aber auch für Industrieländer wie Deutschland benennt die Erklärung einige Bereiche, in denen der rechtliche Schutz älterer Menschen ausgebaut werden sollte“. Mehr zu diesem Thema findet man auch auf der Seite des Instituts für Menschenrechte.

Flashmob in verschiedenen deutschen Städten

Da dieser Tag allerdings gar nicht so sehr in den Köpfen der Menschen verankert ist, fordern einige Gewerkschaften, Verbände sowie die Politik und die Kirche, dessen Bekanntheitsgrad zu steigern. Hierfür werden zahlreiche Mittel und Wege genutzt. So wird diesjährig beispielsweise bereits zum dritten Mal ein Flashmob zum Internationalen Tag der älteren Generationen um 11:45 Uhr vor dem Kölner Dom stattfinden. Hier sehen Sie einen Ausschnitt des Kölner Flashmobs aus dem Jahr 2014:

Organisiert von vielen ehrenamtlich und hauptamtlich Tätigen soll mit dieser Aktion alljährlich gezeigt werden, wie vielfältig, lebenswert und wertvoll das Alter in jeder Lebensphase sein kann. Der Flashmob findet deutschlandweit in zahlreichen Städten statt. Dieses Jahr nehmen neben Köln auch noch folgende Städte teil: Bremen (Ambulante Versorgungsbrücken e.V.), Bochum (Diakonisches Werk Bochum e.V.), Hamburg (Wege aus der Einsamkeit e.V.), Solingen (Projekt 50 e.V.), Elke (Das Netzwerk Zukunft Generationen) und Düsseldorf. Na, wenn das mal kein Grund zum Feiern ist!

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here