„Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“

sagt bekanntermassen der Fuchs zum kleinen Prinzen im gleichnamigen Roman von Antoine de Saint-Exupéry. Unglücklicherweise ist für viele Menschen nicht nur das Wesentliche, sondern gleich eine ganze Menge mehr wenn schon nicht unsichtbar, dann zumindest nicht mehr besonders gut zu erkennen. Und da der menschliche Körper trotz allem medizinischen Fortschritt leider nicht für die Ewigkeit gemacht ist, sind die Augen eine der Sachen, die nach einer Weile bei fast jedem nachlassen – und damit ist der Raum des Kleinen nicht mehr so leicht zu erschliessen. Doch Dank vieler praktischer Sehhilfen muss das heute keine Einschränkung mehr sein.

Historische Suche nach besserem Sehen – die ersten Sehhilfen

Das Problem ist natürlich nicht neu und führte schon im Altertum zu diversen Versuchen der Sehverbesserung. Obwohl bereits Archimedes angeblich einen Kristall zur Korrektur seiner Sehschwäche benutzte und vereinzelte Beispiele von Sehsteinen in der Spätantike und im frühen Mittelalter bekannt sind, verbreitete sich in Europa erst im 12. Jahrhundert langsam der Gebrauch von geschliffenen Bergkristallen für die Feinarbeit in der Reliquienherstellung – natürlich noch mit sehr geringer Vergrösserungswirkung. Ende des 13. Jahrhunderts kam es dann (wahrscheinlich in den Klöstern, die sehr viel Lese- und Schreibarbeit erledigen mussten) zur Übertragung der Arbeits- und Lesesteine auf eine praktische, direkt vor den Augen befindliche Form – die Erfindung der Brille.

Verdoppelung der Lebensarbeitszeit in Berufen, die auf gute Sehfähigkeiten bauen

Die Erfindung der Brille war einer der grössten Durchbrüche für die Arbeitsproduktivität im ganzen Mittelalter. Erfahrene Handwerker oder Mönche, die kleine Details erkennen und an ihnen arbeiten mussten, konnten ihre nachlassenden Sehfähigkeiten ausgleichen und deutlich länger hochwertige Güter (oder Schriften) herstellen. Nach David Landes führte dies sogar zu einer Verdoppelung der Lebensarbeitszeit in diesen Berufen – und da genau die Phase verlängert wurde, bei der bereits reichlich Erfahrung vorlag und noch feinteiligere Arbeit möglich war, war der tatsächliche Produktivitätsfortschritt noch höher.

Sehhelfer für zwischendurch: die Lesebrille

Die Brille ist seither nicht mehr wegzudenken und der Anteil der Brillenträger in der Bevölkerung steigt ständig – trotz Zunahme der Kontaktlinsenträger und gelaserten Augen. Dies ist sicher auch auf die längere Lebenserwartung und vor allem die stark zunehmende Fitness im Alter zurückzuführen. Ein häufiger und sehr nützlicher Einstieg in die Welt der Brillen ist die Lesebrille – gerne auch in mehrfacher Ausfertigung daheim und zum mitnehmen vorhanden.

Wenig überraschend gibt es aber auch hier große Qualitätsunterschiede – die sehr günstige Version aus dem Drogeriemarkt vergrössert sicherlich genauso gut, ermüdet aber häufig die Augen mehr. Noch praktischer sind natürlich Lesebrillen mit zwei Stärken, die ein schnelles Hin-und Her zwischen Fern und Nah ermöglichen, ohne dass die Brille vorwitzig auf dem äussersten Nasenende balanciert werden muss. Hier und in den folgenden Abschnitten finden Sie Links zu einige beispielhaften Produkten die von unserem Partnershop – selbstwohnen.de – angeboten werden.

Häufig unterschätzt: helles Licht

Nicht unterschätzen darf man auch die Bedeutung von ausreichend hellem Licht, gerade für das Lesen oder für kreativere Arbeiten wie Nähen, Sticken oder Modellbau. In vielen Fällen, in denen sich Leute darüber beschweren, dass es ihnen schwerfällt, die Details zu erkennen, reicht eine ausreichend helle, direkt ausgerichtete Lampe aus. Im hellen Lichtkegel wird vieles wieder mühelos sichtbar, was vorher nur mit Anstrengung zu erkennen war. Wir haben für Sie besonders helle Leuchten sowohl für den Tisch als auch als Stehleuchte ausgesucht.

Ganz nah ran: Lupen & Co.

Für ganz besonders feine Arbeiten oder bei stärker nachlassender Sehfähigkeit kann dann auf eine Lupe zurückgegriffen werden, die noch stärker vergrössert. Dabei kann man sich sowohl für die klassische Variante entscheiden, die vielleicht noch von den Großeltern bekannte Taschenlupe im Lederetui. Oder für eine etwas modernere Variante der Lesehilfe, die man auch zusammen mit einer bestehenden Brille verwenden kann.

Intelligente Kombination: Licht und Lupe

Die beste Wirkung erzielt man natürlich, wenn man helles Licht und eine Lupe kombiniert. Wir haben mehrere Ansätze dazu getestet, gute Lösungen gibt es einige:

Mit diesen Möglichkeiten wollten wir Ihnen zeigen: Vordringen in den Raum des Kleinen ist zu einem guten Teil immer noch möglich – auch wenn das Wesentliche für die Augen weiter verborgen bleiben wird.

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