Die Statistik besagt, dass der Januar in Deutschland die durchschnittlich kälteste Zeit im Jahr ist. Und genauso präsentiert sich der Jahresanfang auch in diesen Tagen: Die Temperaturen liegen rund um den Nullpunkt und die weiß bedeckte Winterlandschaft sieht nicht nur schön aus, sie geht uns gleichermaßen und im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut. Unsere Blutgefäße und Muskeln ziehen sich zusammen und wir beginnen zu frösteln und zu frieren. Bei manchen Menschen ist es mit ein paar mehr Schichten Kleidung schon getan, andere dagegen leiden regelrecht unter den frostigen Temperaturen. Viele behaupten sogar, im Alter friere der Mensch leichter. Aber was passiert mit unserem Körper beim Frieren überhaupt? Und wie kann man sich gegen die Kälte schützen?

Was beim Frieren im Körper passiert

Halten wir uns einige Zeit in der Kälte auf, beginnen wir irgendwann zu frieren. Schützen wir unsere Hände und Füße dann nicht mit ausreichend warmer Bekleidung, wie Handschuhen, warmen Wollsocken und dem richtigen Schuhwerk, dann werden sie allmählich taub. Der Körper fängt an zu zittern. Aber warum eigentlich? Durch das Zittern versucht der Körper, zusätzliche Wärme zu bilden. Die Blutgefäße ziehen sich zunächst an den Händen und an den Füßen zusammen. Anhand des Blutes wird Wärme durch den Körper transportiert. Jedoch wird über die Haut auch wieder Wärme nach außen abgegeben. Durch das Zusammenziehen der Blutgefäße wird weniger aufgewärmtes Blut in Hände und Füße transportiert und mehr Wärme im Körper behalten. Aufgrund der verlangsamten Durchblutung entsteht das Taubheitsgefühl in Händen und Füßen. Außerdem wirken sie blass, weil weniger Blut hindurchfließt. Doch wir können einiges tun, um dem Frieren entgegenzuwirken.

Das können Sie aktiv gegen Kälte und Frösteln tun

1Immer in Bewegung bleiben

Um sich aufzuwärmen ist es wichtig, die Durchblutung anzuregen. Durch zusätzliche Bewegung lässt sich schnell eine wärmende Wirkung erzielen. Am besten, man fängt schon morgens nach dem Aufwachen damit an, indem man nicht gleich aus dem Bett hüpft, sondern sich zuerst streckt und in die Höhe reckt. Anschließend bieten sich sowohl leichte Morgengymnastik als auch bestimmte Yogaübungen an, um sich aufzuwärmen. Wer gerne im Freien an der frischen Luft ist, sollte joggen oder walken gehen. Sie haben dafür keine Zeit? Dann nehmen Sie einfach das Fahrrad anstatt des Autos. Oder Sie nutzen den Weg in die Arbeit oder zum Einkaufen, indem Sie einen schnelleren Schritt einlegen oder an der Bushaltestelle mit Ihren Füßen ein wenig auf- und abrollen. Das ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, um der Kälte den Garaus zu machen. Passende Wellnessprodukte finden Sie auch hier.

2Die richtige Kleidung

Vielleicht nicht besonders einfallsreich, aber dennoch besonders nützlich: Der kuschelige warme Strickpullover, der dicke Schal und die Lieblingsstrickmütze. Denn warmhaltende Kleidung, am besten im Zwiebellook, sind als Schutz vor Wind und Wetter das A und O! Die richtige Klamotte schützt unseren Körper vor dem Auskühlen. Bei dem Griff nach einer neuen Jacke oder einem geeigneten Wintermantel sollten jedoch einige Dinge beachtet werden: Hochwertige Daunen wirken wärmeisolierend, wobei der Anteil der Federn mindestens 10 bis 20 Prozent betragen sollte. Entscheidet man sich für einen Wollmantel, sollte dieser ebenfalls einen hohen Anteil an Wolle beinhalten. Denn Wollmäntel mit geringem Wollanteil wärmen meist nicht ausreichend. Selbstverständlich sollte die Kleidung immer wind- und wasserdicht, vor allem aber natürlich trocken sein. Auch ist es ratsam, nicht zu enge Kleidung zu wählen. So können sich zwischen den Schichten kleine Luftpolster bilden, die wiederum Wärme speichern.

3Massage mit Öl, Bürste oder Schwamm

Ein weiteres Wundermittel gegen Kälte: Die tägliche Massage mit einer Bürste oder einem Massageschwamm. Die kann ganz einfach und bequem morgens unter der Dusche erledigt werden. Was es hilft? Die Massage fördert durch kreisförmige Bewegungen die Durchblutung und strafft die Haut. Wunderbar eignet sich eine Bürste, ein Massageschwamm oder -roller. Gerade, wenn draußen wieder Minustemperaturen herrschen, kann der Griff zu einem hochwertigen Rosmarinöl Wunder wirken. Denn Rosmarin hat die Eigenschaft, dass er die Durchblutung der Haut anregt und so Wärme schafft. Hier ist zu empfehlen, dass man das ätherische Öl mit einem kaltgepressten Basisöl, wie beispielsweise Olivenöl, mischt. Anschließend wärmt man es in den Händen an und massiert den Körper. Auch Ingwer- oder Arnikaöl eignen sich hierfür. Bei selbstwohnen finden Sie bestimmt eine passende Bürste.

4Ab in die Kälte!

Auch wenn es anfangs eher abschreckt, kann der Gang in die Kälte sogar einen positiven Effekt haben. Wer sich also morgens eine kalte Dusche gönnt, nach dem Saunieren in das Kältebecken springt oder eine kleine Schneewanderung einlegt, wird nicht nur anschließend mit einem angenehmen Wärmegefühl belohnt, sondern hat auch etwas für seine Gesundheit getan. Denn die Konfrontation mit den eisigen Temperaturen kann das Immunsystem stärken. In manchen Ländern ist der Sprung in das kalte Wasser deshalb fast schon ein Volkssport. Eisbaden oder Winterbaden nennt sich das Hobby, bei dem ganze Gruppen von Menschen bei Wassertemperaturen von bis zu 0 °C den Gang in freie Gewässer wagen. Meist wird dieser Sport im Herbst begonnen und über das ganze Winterhalbjahr bis zum Frühjahr ausgeübt. Wer kein solches Gewässer zur Verfügung hat, kann auch einfach Barfuss durch den Schnee laufen. Wichtig ist, sich danach wieder warm einzupacken.

5Lebensmittel mit kühlendem Effekt vermeiden

Laut der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gibt es Lebensmittel die wärmen, und solche, die einen kühlenden Effekt haben. Von den kühlenden Nahrungsmitteln sollte man laut dieser in der Winterzeit die Finger lassen. Hierzu zählen unter anderem Südfrüchte wie Orangen, Ananas, Kiwis und Zitronen, Milchprodukte wie Frischkäse, Milch, Quark und Joghurt, Rohkost wie Blattsalate, Gurken, Brokkoli und Blumenkohl sowie Tees wie beispielsweise Kamillentee sowie roter, grüner und schwarzer Tee. Auch Weißwein, Lamm, Fenchel, Ziegenkäse und Nüsse sollen zu diesen kühlenden Lebensmitteln zählen. Wer auf diese Nahrung nicht verzichten will, kann versuchen, mit wärmenden Gewürzen dagegen zu steuern. Hierfür eignen sich Zimt, Anis, Ingwer (getrocknet) Chili, Knoblauch, Kümmel und Koriander. Auch gut: Eine leckere Hühnersuppe löffeln – die hat sich auch bei Erkältungen bewährt!

6Selbstsuggestion und Autogenes Training

Tatsächlich soll es auch möglich sein, sich durch Suggestion Wärme „einzureden“. Diese Fähigkeit kann man zum Beispiel anhand von Autogenem Training erlernen. Um diesen Effekt herzustellen, absolviert man einige Übungen. Hierbei stellt man sich beispielsweise vor, dass sich die Arme und Beine warm anfühlen. Es gehört allerdings zunächst ein wenig Geduld dazu. Denn bis eindeutige Effekte erzielt werden, sollte man ein paar Monate einplanen.

7Wolldecke, Tee und Wärmflasche

Für diejenigen, die es gemütlich mögen, haben wir auch einen Tipp: Nehmen Sie doch Ihre Lieblingswolldecke zur Hand, ein gutes Buch und einen heißen Tee und machen Sie es sich auf Ihrem Sofa bequem! Während draußen Minusgrade herrschen, darf man es sich auch ruhig einmal gemütlich machen und gleichzeitig etwas gegen das Frieren tun. Bei selbstwohnen finden Sie die passenden Produkte.

Sie brauchen einen guten Lesetipp? Dann lesen Sie doch diesen Artikel. 

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