Das alljährliche Feuerwerk ist bunt, schön anzusehen und soll noch dazu böse Geister vertreiben. Und dennoch ist es sehr laut. Ob über den Besuch der noch kleinen Enkelkinder oder über das eigene Haustier: Viele zerbrechen sich den Kopf, wie sich der Silvesterabend gestalten lässt, ohne dass das bevorstehende Feuerwerk Unruhe verbreitet. Gerade wenn die kleinen Gäste wieder aus ihrem Schlaf gerissen werden, kann das für deren Eltern durchaus Stress bedeuten. Zudem leiden auch viele Haustiere unter dem plötzlichen Lärm. Das Himmelsspektakel zum Jahreswechsel ist zwar nett anzusehen, akustisch ist es für lärmempfindliche Menschen jedoch nicht besonders angenehm. Viele können den traditionellen bunten Lichtern also nur wenig abgewinnen. Zum Glück gibt es durchaus andere Möglichkeiten, wie Sie ganz entspannt (in) das neue Jahr feiern können. Wir haben einige für Sie zusammengestellt!

Alternativen zum Silvesterfeuerwerk

Sie sind geräuschempfindlich und bisher jedes Jahr aufs Neue in Ihr Haus geflüchtet, wenn der Nachbar die Raketen und Böller ausgepackt hat? Oder Ihr Hund sucht sich regelmäßig jaulend ein „Silvesterversteck“, sobald der Lärm losgeht? Das alles muss nicht sein! Denn neben dem guten alten Feuerwerk gibt es zahlreiche andere Neujahrs- und Silvesterbräuche, die mindestens genauso viel Spaß machen und dabei auch noch angenehm leise sind:

1Blick in die Zukunft mit Bleigießen

Der Klassiker Bleigießen ist bei vielen Deutschen nach wie vor sehr beliebt. Denn angeblich soll Bleigießen einen Blick in die Zukunft erlauben. Wer also herausfinden will, was im neuen Jahr auf ihn wartet, der sollte ein wenig heißes Blei in kaltes Wasser schütten. Die genaue Anleitung gibt es hier.  

2Linsensuppe verspeisen

Ein alter Brauch besagt, dass man Linsensuppe am letzten Tag des Jahres verspeisen sollte. Warum? Das soll dazu verhelfen, dass keine finanziellen Probleme im neuen Jahr auf einen warten. Die Linsen symbolisieren die Geldmünzen. Eine weitere Möglichkeit: Eine Schuppe des traditionellen Silvesterkarpfens aufzuheben und das ganze Jahr über im Geldbeutel mit sich herumzutragen. Auch das soll Glück bringen.

3Räucherritual zur Wintersonnenwende

Am letzten Tag des Jahres soll man sich gemeinsam mit der Familie und mit Freunden am offenen Feuer (am offenen Kamin oder um einen Räucherkelch) versammeln. Das was im alten Jahr bekümmert oder belastet hat, soll auf einen kleinen Zettel geschrieben und dann in das Feuer geworfen werden. Zusätzlich können Räucherdüfte, wie beispielsweise Salbei oder Lavendel, verwendet werden. So soll man ganz frei und unbelastet in das neue Jahr starten können.

4Knallbonbons und Wunderkerzen

Nicht nur für Lärmempfindliche, sondern auch für jüngere Kinder, die rechtzeitig ins Bett müssen, eignen sich spezielle Feuerwerks-Körper. Diese funkeln zwar hübsch, sind aber nicht laut. Auch Tischfeuerwerke, Wunderkerzen oder bunt leuchtende Knicklichter sind nette Alternativen zum richtigen Feuerwerk. Fragen Sie einfach im Einzelhandel danach!

5Süßes Obst am Neujahrstag

Ein weiterer Brauch: Obst, wie beispielsweise Bananen oder Äpfel, werden in Honig gebadet. Das süße Obst wird sodann am Neujahrestag verspeist. Dieser leckere Brauch soll Glück und Freude im neuen Jahr bringen. Und verschwindet dabei still und heimlich im Mund.

6Keine Wäsche waschen

Vor allem von der Wäsche soll man zum Jahreswechsel die Finger lassen. Denn zur Wintersonnenwende sollen sich mehr böse Geister als sonst aus ihren Verstecken trauen. Der Toten- und Sturmgott Wotan soll außerdem mit seinem Teufelsheer an Silvester sein Unwesen treiben und der wäre nicht sehr angetan, wenn dieses sich in den Wäscheleinen verfangen würde. Also verschieben Sie das Wäschewaschen lieber um ein paar Tage, dann steht dem Glück im neuen Jahr nichts mehr entgegen!

7Neujahrs-Berliner

Berliner gefüllt mit leckerer Konfitüre, Likör, Schokolade oder (im schlimmsten Falle) mit Senf: Letzteres klingt vielleicht nicht sonderlich appetitlich, soll aber angeblich Glück bringen. Wer also bei seiner Wahl versehentlich zu der Senfvariante greift, darf sich wenigstens auf ein glückliches, neues Jahr freuen!

Silvester an Orten ohne Feuerwerk verbringen

Sie möchten sich an Silvester nicht weiter im Haus verbarrikadieren? Dann feiern Sie den letztem Tag im Jahr doch einmal an einem anderen Platz! Denn es gibt Orte in Deutschland, an denen Raketen und Böller nicht erwünscht oder oft sogar verboten sind. Pfeifende Ohren oder die Angst vor Raketen sind dort Probleme von gestern. Hier einige Beispiele:

  • Auf der Kaiserburg in Nürnberg sind aufgrund von schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit aus Sicherheitsgründen Böller verboten
  • In der Altstadt von Volkach im mainfränkischen Weinanbaugebiet zwischen Schweinfurt und Würzburg sind Feuerwerkskörper ebenfalls nicht erwünscht
  • Auch am Domplatz von Bamberg darf kein Feuerwerk gezündet werden
  • In der Altstadt von Königsberg feiert man Silvester ohne Feuerwerkskörper
  • Der Martin-Luther-Platz in Ansbach bleibt ebenfalls frei von Knallern und Raketen

Egal, für welche Bräuche Sie sich entscheiden: Wir wünschen Ihnen ein frohes neues Jahr!

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