Der Mensch ist zum Spielen geboren – es ist etwas, was wir nicht lernen müssen, was von selber zu uns kommt. Schon als ganz kleine Kinder fangen wir an, über das Spielen die Welt zu entdecken, zu lernen und Beziehungen zu anderen zu knüpfen. Spielen (in seiner ursprünglichen Form) ist etwas sehr Soziales – es gibt uns einen festen Rahmen mit klaren Regeln, innerhalb dessen es uns leicht fällt, neue Menschen kennenzulernen oder ungezwungene Gespräche mit bekannten Menschen zu führen.

Gemeinsame Ziele (egal ob man mit- oder gegeneinander spielt) und eine Wettbewerbssituation führt schnell zu Enthusiasmus und intensivem Mitfiebern. Bestes Beispiel ist die Fußball-WM – wir spielen alle nicht mit und haben keinen Einfluss, fiebern aber trotzdem unglaublich mit. Aber auch in kleinerem Rahmen merken wir schnell, dass wir in einem Spiel gewinnen wollen – im Team oder auch alleine – ist spielen etwas, das uns über eine kleine Auszeit entspannt und mehr Lebensfreude gibt.

Natürlich ändert sich die Art der Spiele über die Jahre: Sandkuchen, Stock-Kämpfe und Pappkartons – die Welten unbegrenzter Phantasie und dem Nachstellen des Erwachsenenlebens – werden abgelöst von normalerweise stärker formalisierten Formen mit klareren Regeln, einige von ihnen so komplex, dass man manchmal Jahre braucht, um sie vernünftig zu beherrschen – Bridge wäre hier ein sehr gutes Beispiel.

Der Vorteil der Erfahrung

Und während stärker sportlich dominierte Spiele mit dem Alter vielleicht schwerer fallen (die Zeit geht ja leider an niemandem ganz spurlos vorbei), ist das bei Gesellschafts- bzw. Brettspielen definitiv nicht der Fall – die anspruchsvolleren Spiele geben der größeren Erfahrung einen klaren Vorteil vor schnellerer Reaktionszeit oder höherer Risikobereitschaft.

In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an meinen Großvater: Er (damals 84) versuchte meinem Bruder und mir Schach beizubringen. Wir waren 11 und 8 Jahre alt und spielten beide viele andere Spiele (unserer Meinung nach ziemlich gut), mussten aber schnell einsehen, dass wir gegen unseren Großvater nur gewinnen konnten, wenn er absichtlich schlechter spielte . Ich selber – obwohl der Ältere – war dann wegen mangelnder Herausforderung für meinen Großvater relativ schnell draussen und mein Bruder übernahm den Posten.

Im Lauf der Zeit musste das Spiel gegen eines mit deutlich größeren Figuren ausgetauscht werden, weil die Augen meines Großvaters immer schlechter wurden. Das tat der Qualität der Schachpartien aber keinen Abbruch. Mein Bruder spielte noch einige Jahre, bis er das erste Mal wirklich verdient gewann – darauf war er dann sehr stolz.

Spielen hält fit

Es ist ein altes Klischee, aber es stimmt: Spielen hält uns in jedem Alter fit, ist aber im besten Alter fast noch wichtiger. Selten liegt dann noch eine dauernde Stimulation durch ein Arbeitsumfeld mit regelmäßig wechselnden Personen und neuen Aufgaben vor – etwas, an das sich viele über Jahrzehnte gewöhnt hatten. Leicht kann sich eine lähmende Routine einschleichen. Spielen ist eine gute Möglichkeit, sie zu überwinden:

  • Es intensiviert die bestehenden sozialen Kontakte, schafft neue Bindungen – und ermöglicht es auch leicht, zu anderen Generationen wie die der Enkel und ihrer Freunde Zugang zu finden
  • Spielen reduziert den Rückgang der kognitiven Fähigkeiten – dieser beginnt viel früher, als die meisten denken: In einer Langzeitstudie der University of Virginia aus dem Jahr 2009 stellten Wissenschaftler fest, dass der Höhepunkt der mathe-logischen Fähigkeiten im Schnitt mit 22 erreicht wird – und bereits ab 27 Jahren  wieder abnimmt. Zwar kann dies durch Erfahrung kompensiert (und überkompensiert) werden. Aber alles, was den Niedergang verlangsamt, ist natürlich hilfreich. Gute (und komplexe) Spiele bieten in jeder Spielrunde andere Abläufe und neue Herausforderungen, die das Gehirn stark stimulieren und länger fit halten.

Vor allem aber macht spielen Spaß: Die Freude auf eine neue Runde, ein neues Treffen mit bekannten und unbekannten Gesichtern, das Auspacken und Aufstellen eines schön gearbeiteten Spiels ist immer wieder ein besonderes Erlebnis.

Schön, edel und groß

Unser Shop selbstwohnen.de hat in diesem Sinne Spiele ausgesucht für Sie, die uns vom Spielprinzip und von der Aufmachung her besonders gut gefallen haben: Edle Materialien, gute Verarbeitung und in vielen Fällen größer und mit deutlicheren Symbolen als normal, sodass der Spielspaß nicht durch schlechte Erkennbarkeit eines Spielsteins oder Verwechslungen einer Karte getrübt wird.

Wir sind alle zum Spielen geboren und mit den richtigen Spielen bleibt es auch immer spannend!

P.S.: Wir bitten darum, bei den entsprechenden Spielen den Vorteil größerer Erfahrung nicht so hemmungslos auszuspielen, dass man weinende Enkel zurücklässt. 😉

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