Es ist das alljährliche Szenario: Heiligabend ist vorüber und anstelle eines schneebedeckten Gartens, findet man ein Wohnzimmer vor, das bis in die letzten Ecken mit buntem Geschenkpapier und Glitzerschleifen bedeckt ist. Das übriggebliebene Material, mit dem bis vor ein paar Tagen noch das Geschenk hübsch verpackt und der Baum festlich geschmückt waren, ist nun zum Inbegriff eines Müllberges geworden. Das meiste ist zerknittert und zerrissen, das wenigste kann wiederverwendet werden. Auf der einen Seite findet sich ein Berg mit zerschnittenen Geschenkschleifen und altem Lametta. Auf der anderen leere Verpackungskartons, die in der Ecke zu einem Turm gestapelt wurden. Und dieser droht nun, wie ein Kartenhaus in sich zusammenzufallen. Ein Chaos, das schnellstens wieder beseitigt werden möchte. Doch was tun, mit dem ganzen Abfall? Wir haben uns schlau gemacht! Zum einen, wie man Weihnachtsabfall korrekt entsorgt. Und zum anderen haben wir viele weitere Tipps und Tricks gesammelt, wie sich Weihnachten umweltfreundlicher gestalten lässt. Denn das nächste Weihnachtsfest kommt bestimmt!

Wer richtig entsorgt, trägt großen Betrag zu Recyclingquoten bei

Wer seine Verpackungsmaterialien nach Weihnachten richtig entsorgt, trägt laut dem Umweltbundesamt einen großen Betrag zu den hohen Recyclingquoten in Deutschland bei. So soll die deutsche Papierindustrie für 100 Tonnen neues Papier ganze 74 Tonnen Altpapier einsetzen. Im Jahr 2015 sollen es insgesamt 16,7 Millionen Tonnen Altpapier gewesen sein. Jede richtig entsorgte Geschenkverpackung unterstützt somit die Schonung von Ressourcen. Spontan würden die meisten wohl vermuten, dass das ganze bunte Geschenkpapier seinen Platz im Altpapier einnehmen sollte. Das ist aber nicht ganz richtig. Denn hier muss nochmal zwischen der Papiertonne (Altpapier) und dem Restmüll unterschieden werden. Das Umweltbundesamt empfiehlt folgende Vorgehensweise:

Papiertonne

  • alle Geschenkeverpackungen aus Papier, Pappe und Karton
  • farbig bedrucktes, glänzendes Weihnachts-Geschenkpapier

Restmüll

  • nassfest imprägnierte und/oder geleimte Papiere und Pappen
  • mit Kunststofflacken oder -folien hergestellte Lack-, Glacé- und Chromopapiere und -pappen (fast jedes beschichtete Papier)
  • Papiere mit Kleber, der nicht wasserlöslich ist (z.B. Klebeverschlüsse von Kuverts)
  • (zerbrochene) Weihnachtskugeln

Alternativen zu herkömmlichem Geschenkpapier

umweltfreundliches Geschenkpapier an Weihnachten

Gute Alternativen zu herkömmlichen Weihnachtsverpackungen sind beispielsweise:

  • Geschenkpapier aus Recyclingmaterial oder
  • braunes Packpapier, verziert mit einer hübschen Schleife

Braunes Packpapier nutzt nämlich auf der einen Seite keine Holzfrischfasern, auf der anderen Seite wird bei dessen Herstellung weniger Wasser und Energie verbraucht. Anders bei beschichtetem Papier und Kunststofffolien: Sie sind sehr schwer zu recyceln, weshalb man auf dessen Gebrauch besser verzichten sollte! Und mit ein bisschen Kreativität werden auch Geschenke, die mit recycelbarem Papier geschmückt wurden, zu einem absoluten Blickfang – das gilt natürlich auch für Geburtstage und alle anderen geschenkereichen Anlässe!

Weihnachten kann auch umweltfreundlich sein

umweltfreundliches Weihnachten

Dass nicht nur die jährliche Verpackungsflut unsere Umwelt belastet, ist den meisten bekannt. Und doch wissen die wenigsten, an welchen Stellen wirklich eingespart und dadurch der Umwelt etwas Gutes getan werden kann. Für viele ist es auch schwer, alte Gewohnheiten aufzugeben. Und das, obwohl es häufig nur Kleinigkeiten sind, die verändert werden müssen. Hier einmal ein paar Beispiele:

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Einen Öko-Weihnachtsbaum besorgen

Circa 80 % von den Bäumen, die jedes Jahr in deutschen Wohnzimmern landen, werden in Monokulturen gezüchtet, gespritzt oder gedüngt. Vor allem Edel- und Nordmanntannen werden oft aus anderen Ländern, wie zum Beispiel Skandinavien, importiert. Aber warum eigentlich? Wir haben doch alles nötige vor der Haustüre: Wer sich eine schöne Fichte oder Kiefer wünscht, spricht am besten einfach den zuständigen Förster vor Ort an oder wählt einen Baum aus ökologischem Anbau. Hier sollte darauf geachtet werden, dass dieser ein Naturland-, Bioland- oder FSC-Siegel (Forest Stewardship Council) trägt.

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