Wer hat sie nicht, die riesige Sammlung alter Fotos, meist aufbewahrt in verstaubten Kisten auf dem Speicher oder in Fotoalben, die viel (zu viel) Platz im Schrank wegnehmen und allerhöchstens ein paar Mal im Jahr herausgekramt werden, um in alten Erinnerungen zu schwelgen. Das digitale Zeitalter hat Probleme, wie zeitaufwändiges Hegen und Pflegen, Sortieren und Verstauen alter Aufnahmen, längst aus der Welt geschaffen. Moderne Fotoliebhaber bewahren ihre Bilder längst platzsparend und sicher auf Computern und Festplatten auf. Natürlich ist das ein oder andere Argument, das die Gegner dieser Entwicklung hervorbringen, nachvollziehbar. Irgendwie erinnert Fotodigitalisierung ein wenig an E-Books, die Schritt für Schritt die guten alten Bücher ablösen. Aber so ist das eben mit der Innovation: Sie birgt Vor- und Nachteile. Entscheiden Sie selbst, inwieweit Sie auf diesen Zug aufspringen möchten!

Die Vorteile von Fotodigitalisierung

Fotodigitalisierung

Ein großer Vorteil ist, dass digitale Fotodateien keinen Platz mehr wegnehmen. Sie befinden sich alle an einem Ort – eine lange, zeitaufwändige Suche ist nun Schnee von gestern. Digitale Fotos lassen sich auf der Festplatte des Computers sichern und mit anderen Menschen teilen, ohne dass man erst einen weiteren Abzug organisieren muss. Fotodateien kann man ganz simpel und unkompliziert an Familienmitglieder oder Freunde schicken. Ob per E-Mail, über soziale Medien (z. B. Facebook) oder einen Handy-Nachrichtendienst (z. B. Whats App) – es gibt zahlreiche Möglichkeiten.

Außerdem sind digitale Bilder immun gegen Überschwemmungen und Brände – natürlich immer unter der Voraussetzung, dass sie ordentlich gesichert wurden. Leider lassen sie sich nicht nach Belieben in der Hand halten oder eingerahmt an die Wand hängen. Aber die wenigen, die dafür in Frage kommen würden, kann man bei Bedarf sehr schnell ausdrucken (lassen). Und solange Ihre Fotos im Karton auf dem Speicher „wohnen“, verschwinden sie doch sowieso für die längste Zeit im Untergrund.

Fotos digitalisieren: So funktioniert’s

Da nimmt man sich also den verregneten Sonntag endlich einmal Zeit und wagt sich an diesen großen Berg alter, verstaubter Fotos. Aber wo fängt man an? Zunächst sollte man sich natürlich immer die Frage stellen, wie viele Fotos man digitalisieren lassen möchte. Alle? Oder nur ein paar? Für den Fall, dass es sich um einige hundert oder sogar tausend Bilder handelt, sollte man von dem Vorhaben, jedes einzelne Foto selbst einscannen zu wollen, lieber Abstand nehmen. Diese Vorgehensweise macht nur bei sehr wenigen Bildern Sinn. Indem man aber seine Papierschätze einem Foto-Scan-Service überlässt, erspart man sich viele Stunden und Tage voller mühsamer Arbeit. Doch wie funktioniert eigentlich ein solcher Foto-Scan-Service? Und welchen sollte man auswählen?

1Wo kann man Fotos digitalisieren lassen?

Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Anbietern. Mit Suchbegriffen wie z. B. „Fotos digitalisieren“ finden Sie über Suchmaschinen im Internet schnell Dienstleister, die Ihre Bilder für Sie einscannen. Professionelle Anbieter sind beispielsweise fotoportopixelfoto-express oder scan-meister. Das Prinzip dieser Dienstleister funktioniert überwiegend ähnlich: Zunächst muss man meist ein auf der Website zur Verfügung stehendes Antragsformular am PC oder händisch ausfüllen, ausdrucken und zusammen mit dem gefüllten Fotokarton an den Foto-Scan-Service schicken. Viele Firmen bieten auch einen Abholservice an, d.h. man verpackt die Fotos und lässt sie von dem jeweiligen Versandservice an der eigenen Haustüre abholen. Wichtig ist, dass die Fotos eine ausreichende Qualität aufweisen. Sie sollten nicht geknickt sein oder zu starke Klebereste auf der Rückseite aufweisen.

2Fotodigitalisierung: Dateiformat, Bearbeitungszeit und Kosten

Die Bilder werden vor Ort eingescannt und meist auf CD, DVD, M-Disc, USB-Stick oder USB-Festplatte im JPG-Format und auf Wunsch häufig auch im TIFF-Format, abgespeichert. Die Bearbeitungszeit kann sich je nach Anzahl der Fotos zwischen 4 und 10 Werktagen oder sogar einigen Wochen bewegen. Die Fotos erhält man dann zusammen mit den gespeicherten Dateien nach Fertigstellung wieder zurück. Die Kosten variieren je nach Format, gewünschter Bildqualität und natürlich der Anzahl der Bilder (Ein Beispiel könnte sein: Digitales Format, 8 x 10 (82×102 mm), ganz & matt, 0,13 €/ Stück). Die jeweilige Preisliste kann man meist auf der Internetseite des Anbieters einsehen. Um schwarze Schafe auszuschließen, ist es ratsam, zunächst einen kleinen Test-Auftrag an den Dienstleister zu schicken, bevor man Hunderte von Digitalisierungen bestellt. Einige Firmen bieten kostenlose Probescans an.

3Fotos selbst digitalisieren

Wenn Sie es umgehen möchten, einen Dienstleister zu beauftragen, können Sie die Arbeit natürlich auch selbst übernehmen. Hierfür benötigen Sie einen Flachbettscanner (erhältlich oft schon für unter 50 €). Beim Einscannen sollten Sie darauf achten, die Bilder möglichst gereinigt, fusselfrei und gerade auf die Scanfläche zu legen. Um später Zeit zu sparen, empfiehlt es sich, gleich mehrere Fotos gleichzeitig aufzulegen. So erhalten Sie zunächst eine einzige Bilddatei, die Sie später ganz einfach in mehrere Dateien aufteilen können. Das Aufteilen eines Mehrfachscans erledigen manche Bildprogramme sogar automatisch. Legen Sie am besten vor Beginn geeignete Ordner an, in denen Sie die Fotos nach dem Einscannen ganz gezielt und bequem abspeichern können. So bewahren Sie die Übersicht.

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