Nicht nur in der Urlaubszeit gilt: ein wenig Vorsorge kann entscheidend zur Sicherheit beitragen. Es muss nicht gleich die große Alarmanlage, der Schäferhund vor dem Haus und ein professioneller Wachdienst sein. Wir haben die wichtigsten Tipps zusammengestellt, wie Sie schon mit ganz einfachen Mitteln viel erreichen können.

1. Schließen Sie Türen und Fenster richtig ab

Machen Sie vor ihrer Abreise noch einen letzten Rundgang durch das Haus und kontrollieren Sie, ob alle Türen richtig geschlossen sind. Am besten verschließen sie Haupt- und Nebeneingangstoren doppelt. Erfahrungsgemäß geben Einbrecher häufig auf, wenn sie länger als eine Minute für die Öffnung von Türen oder Fenstern benötigen. Gekippte Fenster bieten Einbrecher eine willkommene Einstiegsmöglichkeit, weshalb Sie auch unbedingt alle Fenster überprüfen sollten.

2. Schalten Sie mögliche Gefahrenquellen aus

Sind alle Wasseranschlüsse (wie beispielsweise der Waschmaschinenzulauf) und das Gas zugedreht? Denken Sie auch daran, vor Ihrem Urlaub die Stecker von Fernseher, Radio und sonstigen nicht benötigten Elektrogeräten zu ziehen. So minimieren Sie die Brandgefahr durch einen Kurzschluss. Empfehlenswert ist auch ein Rauchmelder, der ihre Nachbarn aufmerksam macht, wenn es zur Rauchbildung in Ihrer Wohnung kommt. Aber Achtung: Überprüfen Sie vor dem Urlaub unbedingt, ob die Batterien noch stark genug sind und tauschen Sie sie gegebenenfalls aus. Wenn die Batterien leer ist, senden Rauchmelder ein Signal, dass von Nachbarn oftmals fälschlicherweise als Feueralarm interpretiert wird. Das führte in der Vergangenheit häufig dazu, dass die Feuerwehren zu Einsätzen ausrücken müssen, bei denen die Wohnungseingangstoren gewaltsam geöffnet werden mussten, nur um die Wohnung zu überprüfen.

3. Hinterlassen Sie Ihren Hausschlüssel bei einer Vertrauensperson

Deponieren sie einen Ersatzschlüssel bei einer Person Ihres Vertrauens. Sollte ein Alarm durch den Rauchmelder ausgelöst werden oder Wasser in die Nachbarwohnung treten, ist die Feuerwehr dann nicht zum gewaltsamen Eindringen gezwungen. Zudem ist es ratsam, dass Freunde oder Nachbarn regelmäßig schauen, ob in der Wohnung alles in Ordnung ist. Sinnvoll ist es auch eine Handynummer oder Email-Adresse zu geben, unter der Sie im Notfall erreichbar sind. Auf keinen Fall sollten sie den Schlüssel unter der Fußmatte oder an einem „geheimen“ Ort deponieren. Die Polizei erfährt immer wieder, wie Diebe selbst trickreich versteckte Schlüssel aufspüren.

4. Entfernen Sie potentielle Einbruchshilfen für Einbrecher

Entfernen Sie alle Gegenstände, die als Einbruchshilfen dienen könnten. Von Leitern über Mülltonnen bis hin zu Gartenmöbeln. Am besten verschließen sie diese in einem Raum oder sichern sie mit einer Kette. Auch die Außensteckdosen sollten sie sichern, da Einbrecher den Strom beispielsweise zum Betrieb einer Bohrmaschine nutzen könnten.

5. Vermeiden Sie Zeichen von Abwesenheit

Vermeiden Sie Zeichen von Abwesenheit. Überquellende Briefkästen ziehen Diebe an, weshalb Sie einen Nachbarn bitten sollten, ihn regelmäßig zu entleeren. Durch verschiedene Systeme, können Sie Anwesenheit vortäuschen und damit Einbrecher abschrecken. Ein TV-Simulator beispielsweise flackert abends wie ein echter Fernseher und lässt Ihr Zuhause auch dann belebt erscheinen, wenn Sie unterwegs oder im Urlaub sind. Auch ein Bewegungsmelder vor dem Haus schreckt viele Einbrecher ab. Wichtig ist, dass Sie auf Ihrem Anrufbeantworter keine Nachrichten über ihre Abwesenheit hinterlassen. Wenn Sie Onlinedienste wie Facebook und Co. nutzen vermeiden Sie auch hier ihre Reisepläne mitzuteilen oder gar Urlaubsfotos oder Standortmitteilungen zu veröffentlichen. Viele Einbrecher nutzen diese Netzwerke bei der Suche nach potentiellen Opfern.

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